Nachhaltigkeit in der Wirtschaft: Was Unternehmen jetzt wissen müssen
Kompakte Informationen und nützliche Tipps zu Ihrem Einstieg in nachhaltiges Wirtschaften
Regulatorischen Pflichten, Risikomanagement und wirtschaftliche Chancen: Nachhaltigkeit und ESG-Themen im Unternehmen zu verankern ist die moderne Businessdisziplin von Unternehmer:innen. Warum das so ist?
Die physikalischen Grundlagen unseres Planeten und die ökologischen Reaktionen auf physikalische Systemveränderungen sind naturwissenschaftliche Fakten und politisch nur bedingt steuerbar. Schon heute haben wir durch unsere Art und Weise zu wirtschaften sechs von neun Systemgrenzen unseres Planeten überschritten, innerhalb derer ein gutes Leben und eine florierende Wirtschaft (nach aktuellem Vorbild) gesichert möglich sind.
Mit unserem wirtschaftlichen Handeln greifen wir oft stark in unsere Umwelt ein, was unbeabsichtigte, negative Folgen mit sich bringt: Neue Straßen und Gebäude versiegeln Flächen, Wälder weichen Feldern, und unsere Süßwasserreserven werden übernutzt oder verschmutzt. Gleichzeitig geraten Ozeane und Klima aus dem Gleichgewicht. Besonders kritisch: das Artensterben, vor allem bei Insekten – und damit der Verlust wichtiger Dienste der Natur, wie die Bestäubung von (Nutz-) Pflanzen.
Ein Zusammenbruch dieser überlebenswichtigen Systeme bedroht nicht nur die menschlichen Lebensgrundlagen, sondern die Stabilität des Finanzmarktes und somit auch die Grundlagen für wirtschaftlichen Wohlstand. Durch die Klimakrise allein rechnen Wissenschaftler:innen für Deutschland mit einem zusätzlichen volkswirtschaftlichen Schaden von mindestens € 690 Mrd. Verlusten in den nächsten 25 Jahren (2025-2050). Zum Vergleich: Für den gesamten Bundeshaushalt 2026 werden € 519,5 Mrd. veranschlagt.
Die Finanz- und Versicherungswirtschaft stehen also vor milliardenschweren Herausforderungen: Bereits müssen gedeckt werden, für einige Regionen steigen die Preise für Versicherungsschutz rasant an. Investitionen in bedrohte Infrastruktur und fossile Technologien zahlen sich nicht aus.
Für Unternehmen gilt es zu erkennen, welche Risiken die Veränderungen in der naturwissenschaftlichen Faktenlage für ihr Unternehmen bergen, und sie müssen hinterfragen, ob ihre bisherige Art und Weise zu wirtschaften oder ihr aktuelles Geschäftsmodell in einer drastisch veränderten Zukunft noch tragfähig und erfolgreich sein kann. Potentielle Risiken sind vielfältig und können je nach Branche, Firmensitz und Lieferkettenstruktur unterschiedliche Folgen haben. Für ein zukunftsgewandtes Unternehmen kommt es darauf an, die Risiken zu erkennen und strategisch anzugehen, um die eigene Resilienz zu steigern und langfristig am Markt erfolgreich bleiben zu können.
Nachhaltigkeitsrisiken für Unternehmen
Kategorie | Risiko | Beschreibung |
Physische Risiken | Schäden durch Extremwetter | Zerstörung von Produktionsstätten, Infrastruktur und Lieferketten durch Überschwemmungen, Stürme, Dürren, etc. |
Auswirkungen auf die Ressourcenausbeutung | Verknappung von Rohstoffen, Wasser und Energie, steigende Preise für Ressourcen | |
Transformations-risiken | Veränderte Kundenpräferenzen | Nachfrage nach und Dienstleistungen oder auch Veränderungen in den Kund:innenbedarfen, Abkehr von umweltschädlichen Unternehmen |
Regulatorische Risiken | Verschärfung von Umweltauflagen, CO2-Steuer, Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit, höhere Anforderungen zum Erhalt der Biodiversität | |
Reputationsrisiken | Negative Auswirkungen auf das Unternehmensimage bei Nichteinhaltung von Nachhaltigkeitsstandards | |
Finanzielle Risiken | Höhere Finanzierungskosten für umweltschädliche Projekte, Abwertung von Vermögenswerten | |
Lieferketten-risiken | Unterbrechung der Lieferketten | Ausfälle bei Rohstofflieferanten durch Klimawandelfolgen oder Biodiversitätsverlust |
Erhöhte Kosten für Logistik und Transport | Veränderte Transportwege aufgrund von Extremwetterereignissen | |
Ressourcen-verfügbarkeits-risiken | Verknappung von Wasser und Energie | Einschränkungen in der Produktion und im Betrieb durch Wassermangel oder Energieengpässe |
Verlust von Ökosystemleistungen | Beeinträchtigung der Bestäubung, des Wasserkreislaufs und anderer Ökosystemleistungen, die für die Produktion essenziell sind |
Chancen durch nachhaltiges Wirtschaften
Verbessertes Unternehmensimage | Steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen, positive Wahrnehmung durch Kund:innen und Geschäftspartner:innen. |
Erhöhte Kundenbindung | Kund:innen bevorzugen Unternehmen mit klarem Nachhaltigkeitsengagement, was zu langfristigeren Kundenbeziehungen führt. |
Zugang zu neuen Märkten | Unternehmen mit nachhaltigen Produkten und Geschäftsmodellen können neue Märkte erschließen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. |
Kosteneinsparungen | Effizientere Ressourcennutzung (Energie, Wasser, Rohstoffe) führt zu langfristigen Kosteneinsparungen. |
Innovationspotenzial | Nachhaltigkeit fördert Innovationen, da Unternehmen neue, umweltfreundlichere Technologien und Prozesse entwickeln müssen. |
Risikominderung | Nachhaltiges Wirtschaften reduziert Risiken im Zusammenhang mit Rohstoffknappheit, Umweltveränderungen, Umweltauflagen, und Reputationsschäden. |
Motivierte Mitarbeitende | Nachhaltigkeitsbestrebungen steigern die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter:innen, da sie sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren. |
Verbesserte Lieferketten | Vermindern das Risiko von Ausfällen und können zu stabileren und zuverlässigeren Beziehungen mit Lieferant:innen führen. |
Und wie schaffen auch Sie den Einstieg zu mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen?
1) Gesetzeslage klären
Um Fehlinvestitionen zu vermeiden und die Finanzmarktstabilität auch in einer durch Umweltkrisen veränderten Welt zu sichern, müssen Finanzströme umgelenkt werden und in Zukunftstechnologien und (klima-) resiliente Infrastruktur fließen. Die Datenlage für solcherlei Investitionsentscheidungen ist bisher unzureichend. Dieses Problem adressiert die Sustainable Finance Strategie der EU – ein Paket an Regularien, die vornehmlich die Datenlage verbessern und zukunftsbewusste Investitionsentscheidungen ermöglichen sollen.
Welche regulatorischen Anforderungen kommen auf Ihr Unternehmen zu? Wo stehen Taxonomie, CSRD & Lieferkettengesetz nach dem Omnibus-Prozess und was bedeuten die neuen Regeln für Unternehmer:innen? Und worauf müssen Sie achten, wenn Sie mit Ihren Nachhaltigkeitsversprechen werben wollen?
Disclaimer:
Anfang 2025 hat die EU eine umfassende Überarbeitung von Nachhaltigkeitsrichtlinien vorgeschlagen. Im Rahmen eines Omnibus-Verfahrens sollen die Nachhaltigkeitsrichtlinien Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die EU-Taxonomie drastisch vereinfacht und zusammengeführt werden.
Der Vorschlag wird aktuell in EU-Parlament und EU-Minister:innenrat sehr kontrovers diskutiert. Die Änderungen betreffen voraussichtlich den Anwendungsbereich der CSRD und CSDDD, d.h. die Bestimmung, welche Unternehmen von den Richtlinien betroffen sind. Die Omnibus-Verordnung schlägt hier eine massive Einschränkung vor, mit dem ca. 80 % weniger Unternehmen von der Berichterstattung betroffen wären. Ein Teil des Vorschlags („Stop-the-clock“) – nämlich die Verschiebung der Berichtspflichten um zwei Jahre – ist bereits beschlossen. Zudem wurde die EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) damit beauftragt, die ESRS 1 (die branchenübergreifenden Standards für die Nachhaltigkeitsberichtserstattung) bis Oktober 2025 inhaltlich zu überarbeiten. Darauf folgen weitere Verhandlungen im Trilog zwischen EU-Kommission, Minister:innenrat und EU Parlament. Sobald ein finaler Text der Omnibus-Verordnung bzw. eine Einigung darüber vorliegt, informieren wir Sie über die Ergebnisse.
Bis 2045 muss die deutsche Wirtschaft klimaneutral sein. Produktionsprozesse müssen dekarbonisiert werden, der gesamte Strom muss aus erneuerbaren Quellen kommen, Ressourcen müssen effizient eingesetzt und Rohstoffe wiederverwendet werden.
Bis 2030 müssen 30% der Land- und Wasserflächen unter Schutz gestellt und weitere 30% der geschädigten Ökosysteme wiederhergestellt werden.
UN- und OECD Leitlinien für Menschenrechte in der Wirtschaft verpflichten Unternehmen Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten zu übernehmen.
Um Unternehmen zu helfen, ihren Teil zu der Gesamtzielerreichung beizutragen, hat die EU im Rahmen des Green Deal ein Sustainable Finance und ein Kreislaufwirtschafts-Paket geschnürt.
- Berichterstattung: Taxonomie & CSRD sollen Transparenz über den Status nachhaltigen Wirtschaftens schaffen und die Datenverfügbarkeit für den Finanzmarkt erhöhen. Gleichzeitig soll sie Unternehmen dabei unterstützen, ihre zukünftigen Chancen und Risiken zu erkennen und adressieren zu können.
- Sorgfaltspflichten: CSDDD/LkSG und EUDR sollen Unternehmen v.a. mit langen und internationalen Lieferketten in die Pflicht nehmen ihre Lieferketten auf illegale Entwaldungspraktiken und die Einhaltung von Menschenrechten in Abbau-, Anbau- und Produktionsstätten zu überprüfen.
- Produktanforderungen: Die EU-Abfall-, Verpackungs- und Baumittelverordnungen sowie die Ecodesign-Richtlinie sollen Lieferketten verschlanken und Unternehmen unabhängiger von Rohstofflieferungen z.B. aus autokratisch geführten Staaten machen. Dazu soll der Anteil an Recycling-Materialien steigen und Kreislaufwirtschaftsmodelle stärker gefördert werden.
- Verbraucher:innenschutz: U.a. durch das Recht auf Reparatur können Verbraucher:innen sich darauf freuen, dass Produkte zukünftig wieder länger nutzbar sind. Die Empowering Consumer Directive (EmpCo) räumt Verbraucher:innen juristisches Vorgehen gegen irreführende Nachhaltigkeitsversprechen ein.
2) Status Quo ermitteln
Wo steht Ihr Unternehmen im Hinblick auf wichtige Nachhaltigkeits-Themen? Haben Sie schon einzelne Maßnahmen umgesetzt aber wissen nicht, welchen Effekt diese auf Ihre Nachhaltigkeitsperformance haben?
Wesentlichkeit:
Ob berichtspflichtig nach CSRD oder nicht, die Erfassung des eigenen Status Quo umfasst die Auseinandersetzung damit, welche Nachhaltigkeitsthemen wesentlich sind und welche nicht.
Eine Wesentlichkeitsanalyse gibt Aufschluss über wichtige IROs (Impacts, Risks & Opportunities), die die eigene Unternehmenstätigkeit betreffen. Um ein umfassendes Bild der relevanten IROs zu bekommen, ist es wichtig in der Wesentlichkeitsanalyse verschiedene Perspektiven (die doppelte Wesentlichkeit) zu betrachten. Ein Nachhaltigkeitsthema ist wesentlich, wenn:
- Die finanzielle Materialität beschreibt die Risiko-Perspektive (outside-in): Wie wirken sich Nachhaltigkeitskrisen/Umweltveränderungen auf das finanzielle Risiko des Unternehmens aus?
- Die Impact-Materialität beschreibt den positiven und negativen Einfluss (inside-out), den die Unternehmenstätigkeiten auf Umwelt und Gesellschaft haben.
Es ist wichtig, die gesamte Lieferkette zu betrachten (vorgelagert, eigene Geschäftstätigkeit, nachgelagert). Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) hat eine Kurzanleitung zur Erstellung einer Wesentlichkeitsanalyse veröffentlicht.
Datenerhebung:
Je nach Unternehmenskontext kann auch der Einstieg in die Datenerhebung Aufschlüsse darüber geben, welche Nachhaltigkeitsthemen die größten Hebel beinhalten. Spätestens aber nach der Wesentlichkeitsanalyse müssen für die als wesentlich erkannten Themen Daten erhoben werden.
Das Thema Klimawandel ist für fast alle Unternehmen wesentlich. Hier gelingt der Einstieg in die Datenerhebung am besten mit der Erstellung einer Treibhausgas (THG) -Bilanz (auch Corporate Carbon Footprint) nach dem Greenhouse Gas Protocol. Hierbei werden die im Unternehmen anfallenden THG-Emissionen in drei Scopes erfasst:
- Scope 1: Direkte Emissionen z.B. aus Unternehmensanlagen und eigenem Fuhrpark
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus dem Bezug von Strom und Wärme
- Scope 3: Indirekte Emissionen z.B. aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten, wie Transport und Verteilung, Ankauf von Gütern und Nutzung und Weiterverarbeitung der verkauften Güter, Geschäftsreisen, Investitionen und Kapitalgüter
Hilfestellung zu der Erstellung einer THG-Bilanz gibt es viele. Die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK) bietet einen Workshop zur Erstellung einer THG-Bilanz für Berliner Unternehmen an.
Ebenfalls für fast alle Unternehmen wesentlich sind Daten zu Mitarbeiter:innenzufriedenheit und –gesundheit. Diese erheben Unternehmen z.B. durch eine anonyme Mitarbeiter:innenbefragung. Die Mitarbeiter:innen sollten auch bereits in die Identifikation der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen mit einbezogen werden.
3) Ziele klären & Strategie anpassen
Wie können Sie Nachhaltiges Wirtschaften strategisch integrieren? Und wie können Sie wirtschaftlich bleiben und bis 2045 THG-neutral wirtschaften?
Wie alle unternehmerischen Chancen und Risiken müssen auch die nachhaltigkeitsbezogenen IROs (Impacts, Risks & Opportunities) strategisch gesteuert werden. Für die als wesentlich identifizierten Themen müssen Ziele und Zielpfade (inkl. Meilensteine) festgelegt und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden.
Für das Thema Klimawandel hat die Prä-Omnibus-CSRD vorgesehen, dass Unternehmen Klimatransitionspläne (Climate Transition Plans) erarbeiten, also eine Strategie, wie sie bis 2045 treibhausgasneutral wirtschaften können.
Nachhaltigkeits- und Unternehmensstrategie sollten eng verzahnt sein und wie bei jedem Strategieprozess kommt es darauf an, eine Governance-Struktur für die Umsetzung zu verankern und die Belegschaft aller Unternehmensbereiche in dem Prozess mitzunehmen. Es ist wichtig klare Verantwortlichkeiten festzulegen und die Verantwortlichen mit ausreichend Kapazitäten und Ressourcen auszustatten. Ein klares Bekenntnis der Geschäftsführung zur Erarbeitung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt die Verantwortlichen in der Kommunikation und Zusammenarbeit mit allen relevanten Abteilungen.
4) „Low-hanging fruits“ ernten und den Einstieg schaffen
Aller Anfang ist schwer? So behalten Sie den Überblick und schaffen den Einstieg.
Konzentrieren Sie sich zunächst auf Ihre größten Hebel, die Sie in Wesentlichkeitsanalyse und Datenerhebung identifiziert haben. Starten Sie dabei mit den „low-hanging-fruits“, also den Maßnahmen, die einfach und kostengünstig umzusetzen sind, im Idealfall aber dennoch einen größeren Hebel haben. Legen Sie Verantwortlichkeiten für die Umsetzung einzelner Maßnahmen fest.
Klassischerweise bieten sich einfache Maßnahmen für die Steigerung von Energieeffizienz und Ressourcenschonung, sowie die Umstellung auf Ökostrom an. Schaffen Sie Schulungsangebote für Ihre Mitarbeitenden, überdenken Sie Ihre Leasing-Verträge für den Fuhrpark.
Relevante Themen könnten sein:
E: Abfall-, Wasser- und Umweltmanagement | Ressourcenmanagement | Eco-Design | Treibhausgas-Emissionen | Energieeffizienz | Mobilität | Entwaldung | Biodiversität | …
S: Vielfalt, Gleichbehandlung und Inklusion | Arbeitsbedingungen | Mitbestimmung | Menschenrechte in der Lieferkette | Datenschutz | Privatsphäre | Kundenzufriedenheit | Lokale Gemeinden | soziales Engagement | …
G: Steuerstrategie | Vorstandsvergütung | Gender Pay Gap | Vielfalt und Zusammensetzung des Verwaltungsrats | Spenden und Lobbyarbeit | Korruption und Bestechung | strategische Aufhängung des Themas Nachhaltigkeit | …
5) Datenmanagement & Bericht erstatten
Warum muss ich transparent sein? Zeigen Sie Ihren Stakeholdern, wo sie stehen und was Sie schon erreicht haben.
Klassischerweise erfolgt der erste Bericht ein Geschäftsjahr nach Beginn der Datenerhebung. Der Bericht kann so gestaltet werden, wie er einem Unternehmen am dienlichsten ist. Die Darstellungsformen reichen von einem PDF-Download bis hin zu interaktiven Websites.
Der CSRD-Standard sieht vor, den Leser:innen auch die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse aufzuarbeiten und zur Verfügung zu stellen. Der Bericht enthält Angaben zum aktuellen Status Quo. Für welche wesentlichen Themen gibt es Pläne, welche Maßnahmen wurden umgesetzt, und was wurde mit den bisher umgesetzten Maßnahmen schon erreicht? Auch die unternehmenseigenen Ziele und Strategien sollten Teil des Berichts sein. Wurden einzelne Meilensteine vielleicht schon erreicht?
Für die Zusammenstellung eines Nachhaltigkeitsberichts gibt es u.a. kostenfreie Unterstützung vom Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).
Das Datenmanagement kann je nach Größe des Unternehmens eine Herausforderung sein. Für große Unternehmen gibt es zahlreiche Softwareangebote. Eine etablierte Lösung für das Management der umweltbezogenen Daten sind das EU-Umweltmanagementsystem EMAS oder die ISO 14001. Kleinere Unternehmen bauen sich nicht selten auch eigene Excel-Lösungen, um die erhobenen Daten zusammenzutragen und Erfolge zu tracken.
6) Publik machen
Was gibt es zu beachten, wenn ich mit meinen Erfolgen werben will?
Mit der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie und den bisherigen Erfolgen zu werben kann nicht nur dem eigenen Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen und neue Märkte öffnen, sondern auch ein Leuchtturm für andere Unternehmen sein.
Angesichts des Wildwuchses an Unternehmenseigenen Nachhaltigkeitssiegeln und -versprechungen, wird es Verbraucher:innen zukünftig jedoch möglich sein, leere Versprechen anzuzeigen. Das regelt die Empowering Consumer Directive (EmpCo). Um auch zukünftig im Einklang mit der EmpCo mit nachhaltigem Wirtschaften zu werben, sollten die eigenen Leistungen so präzise, wie möglich kommuniziert und Floskeln, wie „klimaschonend“ oder „umweltfreundlich“ vermieden werden.
Sicher gehen, dass Sie keine Anforderung verpassen
Wie nawi.berlin Ihnen dabei hilft, aktuelle und zukünftige Nachhaltigkeitsregulatorik zu meistern: Unsere Einstiegsberatung.
Gerne beantworten wir Ihre individuellen Fragen rund um das Thema nachhaltiges Wirtschaften und entwickeln gemeinsam mit Ihnen Ideen für die nächsten Schritte.